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Chronik bis 1900

Dorfgeschichte Mittershausen - Scheuerberg

Geschichtliches bis zum 17. Jahrhundert Mittershausen wird erstmals urkundlich erwähnt. (siehe Urkunde im Heimatbuch).
Zu der Zeit bestand die Siedlung aber schon wie lange? (siehe Heimatbuch S.175).
Mittershausen gehört zweifellos zu den frühesten -hausen- Dörfern und ist deshalb mit ziemlicher Sicherheit im 8. Jahrhundert gegründet worden. Es ist eine adlige, grundherrliche oder klösterliche Gründung, die von Heppenheim aus durchgeführt wurde. Es erhielt seinen -hausen- Namen, weil mehrere Höfe gleichzeitig errichtet wurden. Gründer war Muothari; der Name bedeutet demnach "zu den Häusern des Muother". Die älteste Form hat wohl "Muotherishusen" geheißen (Heimatbuch S.12).

Im laufe der Jahrhunderte wurde der Ortsname mehrmals leicht geändert:

1339: Mittershausen / 1371: Mütterßhusen / 1419: Muterhusen / 1473 Mudderßhusen / 1517: Muyderßhaußen / 1530: Muttershausen / 1568: Mittershausen / 1613: Mitterßhausen / 1758: Mütershausen.

Zugehörigkeit von Mittershausen-Scheuerberg:

773 - 1200 gehörten die beiden Orte zum Gebiet des Klosters Lorsch.
1200 - 1561 unterstanden sie den Schenken bzw. grafen von Erbach.
1561 - 1803 standen die Orte unter kurpfälzischen Herrschaft - wobei die kurpfälzisch und kurmainzer Grenze dem "Pfalzbach" folgend mitten durch das Dorf verlief.
Seit 1803 gehören sie zu Hessen-Darmstadt (siehe Heimatbuch u.a. S.284).

1371 Scheuerberg wird erstmals urkundlich erwähnt (Heimatbuch S.12). Veränderungen des Ortsnamens: 1371: Scheürburg / 1398: Schurberg / 1419: Schurberg / 1443: Schurbach / 1473: Schuwerberg / 1530: Schewerberg / 1568: Schürberg / Später bis ins 18. jahrhundert noch häufig Schierbach, was im Schlierbacher Kirchenbuch leicht zu Verwechslungen führt. Deutung: das mittelhochdeutsche Wort "schiur" bedeutet Schutz, Obdach, Wetterdach. Davon scheint sich der Name abzuleiten.

1371 Die Mühle wird erstmals Urkundlich erwähnt. (Bechtel/Meister/Schmitt)

1622/23 haben spanische Truppen während des 30-jährigen Krieges in dieser Gegend ziemlich gehaust, Heidelberg und Lindenfels wird eingenommenund an die Bayern gegeben.

1632 kamen die Schweden und vertrieben die Bayern wieder. Die reformierten Pfarrer und Lehrer, die1624 vertrieben worden waren, kehrte zurück. 1634 unterlagen die Schweden in der Nördlinger Schlacht und öffneten dadurch den kaiserlichen den Weg in unsere weitere Heimat, die für längere Zeit Kriegsschauplatz wurde. Wechselseitig haben beide Parteien alles geraubt und verwüstet, daß weder Vieh noch Bewohner verschonten. Die Bewohner des Mitterhäuser Tales sind damals teils nach Lindenfels, teils nach Heppenheim geflohen. Dort haben Hunger und Krankheiten (Pest) die meisten von Ihnen hinweggerafft. Unsere Orte standen sicherlich mehrere Jahre hindurch leer. Höchstens 10% der hiesigen Bevölkerung durften am Leben geblieben sein.

Einwohnerzahlen:
1628: 80 und 50 (130)
1645: 11 und 12 (22)
1705: 48 und 24 (72)

1693 Die Franzosen hausten in unserer Gegend und verwüsteten fast alles.

Geschichte vom 18. bis zum 19. Jahrhundert

Mittershausen-Scheuerberg kommt zu Hessen. Im Zeitalter Napoleons brach das alte Deutsche Reich endgültig auseinander. Die Kurpfalz wurde aufgeteilt, ihr Amt Lindenfels kam 1803 an Hessen-Darmstadt. Das gleiche Schicksal hatte das benachbarte kurmainzische Oberamt Starkenburg und 1806 das erbachische Amt Schönberg. Seitdem ist das Gebiet zwischen Main und Neckar hessisch.

Einwohnerzahlen:
1803: 115 + 74 (189)
1814: 142 + 68 (210)
1843: 180 + 81 (261)
1861: 171 + 85 (256)

1822 - 1824 1. Bürgerneister in Mittershausen Johann Niklaus Schmitt, geb 1776, gest. 28.9.1824, (Herberts Hube) (heute Haus Nr.18/20). Seit 1822 konnten die hessischen Gemeinden ihr Oberhaupt selbst wählen. Es wurden von der Regierung keine Schultheißen mehr eingesetzt.

Ab 1822 waren Mittershausen, Scheuerberg, Mitlechtern, Igelsbach, Knoden, Breitenwiesen und Schannenbach in der gemeintschaftlichen Bürgermeisterei Mittershausen vereint, die in dieser Form 20 Jahre bestand. Am 16. März 1842 erfolgte eine Trennung. Schannenbach, Knoden und Breitenweisen bildetet ab 22. Juli eine eigene Bürgermeisterei Schannenbach und die übrigen Gemeinden blieben bei Mittershausen.

1824 - 1846 2. Bürgermeister in Mittershausen Johann Georg Bauer (Scheuerberg), aus der alten Schultheißen-Familie.

14.02.1828 Preußen und Hessen-Darmstadt schließen einen Zollvertrag. In Mittershausen und Scheuerberg leben (155+71) 226 Einwohner.

1848 Erste Kerwe (am 2. Sonntag im September) in Mittershausen bei Wirt Peter Gehron. Soweit dies bisher feststellbar ist.

1849 - 1883 3. Bürgermeister in Mittershausen Johann Nikolaus Bechtel, geb. 1820, gest. 14.07.1987, verh. 1840 mit Elisabeth Rauch (Walters-Hube, Heute Haus Nr.11)

1861 In Mittershausen-Scheuerberg leben 265 Einwohner. Wilhelm I: (1797-1888) wird König von Preußen. 1871 wird er zum Deutschen Kaiser gekrönt.

1864 Das Anwesen (Heute, Am Pfalzbach 28) kauft die Gemeinde Mittershausen von Adam Bitsch für 15.400 Gulden und richtet es 1874 als Schulhaus ein. Das als solches bis 1957 genutzt wird. Vorher fand der Untericht in verschiedenen Privathäusern statt.

1864/65 wird in der Amtszeit von Bürgermeister Johann Nikolaus Bechtel, Mittershausen, der Pfalzbach eingefriedigt und die Straße (Weg) gebaut.

1874 1. Gemeindeeigene Schule (Heute An Pflazbach 28)

1883 - 1905 4. Bürgermeister in Mittershausen Georg Rauch, Mittershausen, (Hartmanns-Hube, Heute Haus Nr.11) geb.27.11.839, gest. 16.01.1905. Er war der letzte Bürgermeister für die vier Gemeinden: Mittershausen, Scheuerberg, Igelsbach, Mitlechtern. Die nach seinem Tod angesetzte Neuwahl ergab eine Mehrheit für Wilh. Hartmann aus Mitlechtern.

1894 Gründung des 1. Gesangvereins inMittershausen. (Auflösung 1898)

1897 wird der Glockenturm auf das "Schulhaus" aufgebaut und eine neue Glocke installiert.

1897 Friedhofsbau in Mittershausen für die Bürger von Mittershausen, Scheuerberg und Igelsbach. (22 mal 50 m) Einweihung: 19.09.1897

1900 Mittershausen-Scheuerberg hat 292 Einwohner.

20.06.2014, 18:50 von Klaus | 244447 Aufrufe

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