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„Wettrappeln“ und häusliches Chaos

„Wettrappeln“ und häusliches Chaos

Theater – „Ein Mann in jeder Beziehung“ beim Heimatabend der Trachtengruppe Mittershausen/Scheuerberg

Herzhaft lachen konnten die Besucher des traditionellen Heimatabends der Trachtengruppe Mittershausen/Scheuerberg im großen Saal der „Linde“ in Mittershausen. An drei aufeinanderfolgenden Tagen wurden die Zuschauer zum 36. Mal mit einem bunten Programm auf das Vortrefflichste unterhalten.

MITTERSHAUSEN.

Bevor alle Tränen lachten über die Boulevard-Komödie „Ein Mann in jeder Beziehung“ aus der Feder von Ingrid Minke, erfreute man sich an unterschiedlichsten Darbietungen. Der Männerchor Sängerquartett Mittershausen/Scheuerberg trug wohlklingende Lieder vor und auch der erst seit zwei Jahren bestehende Frauenchor erfreute mit ins Ohr gehenden Weisen, wie etwa „Zeit ist ein Geschenk“ unter dem Dirigat von Alfred Müller.

Herzlichen Beifall bekam die Kindertanzgruppe der Trachtengruppe des Doppelstadtteils, die zahlreiche überlieferte Tänze vorführte. Die Dreikäsehochs stahlen dabei den „Großen“ fast die Show. Allerliebst, wie sie bereits selbstbewusst über die Bühne stapften und dem Ringelreihen folgten. Manchmal mussten sie – zur Freude der Zuschauer – freilich ein wenig geschubst und gezogen werden. Schön zu sehen, dass es an Nachwuchs im Doppelstadtteil nicht zu fehlen scheint.

Kein Auge trocken blieb bei der Darbietung der „Alweschbescher Knäschd“. Die rustikale Odenwälder Version einer Boygroup kam mit besonders schlauen Bauernregeln daher und sang statt dem „Stern, der deinen Namen trägt“ eben mal „Trink en Schnaps, der hilft dir ganz bestimmt“. Und wer, wenn nicht die Knechte aus Albersbach, käme sonst auf die Idee, einen Song über „Wettrappeln“ zu präsentieren? Manches Lied war für Zugereiste und Roigschneite vom Dialekt her nicht zu verstehen. Andere sang rasch der ganze Saal aus vollem Halse mit. Etwa den „Evergreen“ „Morgenrot, unser aldi Sau is tot!“

Nach einer nahezu wissenschaftlichen Abhandlung von Ernst Schmitt über die vielfältige Bedeutung des Wörtchens „ebbes“ ging der Vorhang auf zum Bauerntheater.

Thomas studiert Medizin, der stolze Papa finanziert dem Filius eine Wohnung in der Stadt – nicht wissend, dass der dort in einer homosexuellen Beziehung mit dem Innenarchitektur-Studenten Alexander lebt. Ein No Go für den Vater. Als die Eltern unverhofft in der Wohnung auftauchen, in der vorübergehend auch noch Alexanders Schwester untergekommen ist, ist das Chaos perfekt. Im Bemühen, dass seine gleichgeschlechtliche Beziehung nicht auffliegt und Papas monatlicher Scheck dann platzt, sorgt Thomas für ein heilloses Durcheinander. So ganz nebenbei kommt noch heraus, dass der Vater ein Verhältnis mit der Schwester des schwulen Liebhabers hatte, die aber gerade als Alibifreundin für den Sohn herhalten muss. Es begann ein wildes Hin- und Hergeschiebe zwischen den einzelnen Zimmern der Wohnung .

Der besondere Clou für die Zuschauer war das Bühnenbild mit Blick auf die verschiedenen Zimmer der Wohnung – sie waren auf diese Weise den Protagonisten immer ein Stückchen voraus – und deshalb immer ein bisschen schlauer.

Die Rollen auf den Leib geschrieben

Die Rollen waren den Laiendarstellern wahrlich auf den Leib geschneidert. Herrlich, wie Thomas alias Markus Kaffenberger und Alexander alias Marco Drexler das schwule Pärchen verkörperten und dabei kaum ein Klischee ausließen, was in einer Boulevard-Komödie durchaus erlaubt sein dürfte. Lena Katzenmeyer in der Rolle der Schwester und Biologiestudentin Maria überzeugte ebenso. Köstlich die Mama, Daniela Pfeifer, zwischen robustem Durchgreifen und mütterlicher Fürsorge schwankend. Den resoluten Papa und Schürzenjäger Hans brachte Claus Schmitt wunderbar überzeugend auf die Bühne. Und auch Petra, eine Freundin des Studenten-Trios, dargestellt von Melanie Katzenmeyer, sorgte für allerlei Gelächter im Publikum.

Hinter den Kulissen sorgten Diana Wojtowicz, Ingrid Guthier und Nadin Katzenmeyer dafür, dass alles reibungslos klappte: das Trio führte Regie, soufflierte und zeichnete verantwortlich für Kostüme und Bühnenbild. Fürs perfekte Make up sorgte Lydia Ofenloch.

Das Publikum war begeistert und bedankte sich bei den Darstellern mit lang anhaltendem Applaus.

Herzhaft gelacht wurde beim Heimatabend der Trachtengruppe Mittershausen/Scheuerberg, die unter anderem die Boulevard-Komödie „Ein Mann in jeder Beziehung“ auf die Bühne im Gasthaus „Zur Linde“ brachte.  Foto: Dagmar Jährling

Quelle: Echo-online.de

30.04.2014, 15:00 von Klaus | 9114 Aufrufe

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