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„Mittershausen kann stolz sein“ auf Gabriele Pfeifer

„Mittershausen kann stolz sein“ auf Gabriele Pfeifer

WÜRDIGUNG Landrat zeichnet Gabriele Pfeifer mit dem Landesehrenbrief aus / Seit 16 Jahren Ortsvorsteherin

HEPPENHEIM - Seit 19 Jahren ist Gabriele Pfeifer Mitglied im Ortsbeirat Mittershausen-Scheuerberg, seit dem Jahr 2000 ununterbrochen Ortsvorsteherin. Grund genug, der engagierten Frau die höchste Auszeichnung des Landes Hessen zu verleihen, den Landesehrenbrief.

Kommunalpolitiker zu sein ist selten ein Zuckerschlecken: Man investiert unzählige Stunden an Arbeit, ist Ansprechpartner für alle und oft der Buhmann, wenn etwas nicht so ist, wie die Bürger es gerne hätten. Eine solche Kommunalpolitikerin ist Gabriele „Gabi“ Pfeifer, die Ortsvorsteherin des Doppelstadtteils Mittershausen-Scheuerberg.

Landrat Christian Engelhardt freute sich über seine Aufgabe am Mittwochabend, im Sitzungssaal des Heppenheimer Rathauses Gabi Pfeifer auszuzeichnen. Das sei etwas, was er „liebend gerne“ mache, so der CDU-Politiker. Schließlich lebe das Gemeinwesen davon, dass Menschen bereit seien, sich ehrenamtlich einzusetzen, wie schon der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau festgestellt habe. Ihr ehrenamtliches Engagement habe Frau Pfeifer mit einem Amt begonnen, das durchaus polarisieren könne, so der Landrat. Vor 23 Jahren trat sie dem Hanomag-Club bei, ist dort seit 22 Jahren im Vorstand aktiv. Für ihn, so Engelhardt sehr ehrlich, seien Schlepper landwirtschaftliches Gerät, mehr nicht. Er wisse ab, dass es sehr viele Freunde alter Traktoren gebe.

Ihr zweites Ehrenamt begann Gabi Pfeifer im Jahr 1998 mit ihrer Wahl als Parteilose in den Ortsbeirat von Mittershausen-Scheuerberg. Nur zwei Jahre später übernahm sie das Amt der Ortsvorsteherin – und hat es bis heute inne. Bei der Kommunalwahl am vergangenen Wochenende bekam sie mit Abstand die meisten Stimmen, wie Bürgermeister Rainer Burelbach (CDU) wusste. Lohn ihrer guten Arbeit.

Sachpolitik steht im Vordergrund

Als Ortsvorsteherin sei man zum einen Ansprechpartnerin für die Bürger vor Ort, zum anderen für den Bürgermeister, wenn im Stadtteil etwas funktionieren soll. Stets habe Pfeifer für die Sache, für ihren Ort gekämpft. Und, wie Antragsteller Helmut Bechtel unterstrich, sei im Gremium stets Sachpolitik und niemals Parteipolitik betrieben worden. Daran könnten sich die Heppenheimer Stadtverordneten ein Beispiel nehmen.

Die Verleihung des Landesehrenbriefes zeige, dass die Zivilgesellschaft Gabi Pfeifers Engagement zu würdigen wisse. Nun würde sie als Dank einmal ins Rampenlicht gestellt, auch, um andere zu motivieren, sich in ähnlichem Maße zu engagieren. „Ich wünsche mir, dass andere sich an Ihnen ein Beispiel nehmen“, unterstrich Engelhardt. „Sie können stolz sein auf das, was sie geleistet haben und Mittershausen kann stolz sein auf Sie.“

Im Namen der Stadtverordneten gratulierte Horst Wondrejz, auch als Sonderbacher, wie er scherzte, da Gabi Pfeifer dort aufgewachsen sei und man sie dann nach Mittershausen „ausgeliehen“ habe. Wondrejz fand auch nachdenkliche Töne. Etwa, dass die Bürger kommunalpolitisches Engagement scheinbar als selbstverständlich sehen würden, dieses jedoch selten würdigten. Ein Indiz dafür sei auch die niedrige Wahlbeteiligung am vergangenen Wochenende. Auch gebe es immer mehr Kritiker als es Schulterklopfer gebe.

Gabi Pfeifer freute sich sehr über die hohe Auszeichnung, obwohl sie eine Weile gebraucht habe, „um das so anzunehmen“. Sie wies darauf hin, dass ihr Engagement nur funktioniere mit entsprechender Unterstützung – sei es im Verein oder im Ortsbeirat. Man bringe zwar viel mit ein, bekäme aber auch viel zurück, sagte sie. Ihr Dank galt ihrem Mann Manfred und den beiden Kindern, die stets Verständnis für ihre Tätigkeiten gehabt hätten. Ein Dankeschön ging auch an Helmut Bechtel, der den Antrag für die Auszeichnung mit dem Landesehrenbrief gestellt hat. Als Vertreter des Magistrats sei er bei den meisten Ortsbeiratssitzungen dabei und nehme die Anliegen der Stadtteilvertreter ernst.

Nach der Ehrung ging es zum Feiern ins Dorfgemeinschaftshaus nach Mittershausen. Vorher gab es ein Geschenk vom Sonderbacher Ortsvorsteher Anton Gölz: eine „Sunnebecher Krabb“ aus Metall. Das dekorative Federvieh soll Gabi Pfeifer wohl immer an ihre Wurzeln erinnern.

Quelle: Echo Online : http://www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/heppenheim/mittershausen-kann-stolz-sein_16715676.htm

12.03.2016, 21:56 von Klaus | 6059 Aufrufe

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