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MITTERSHAUSEN-SCHEUERBERG Der Doppelstadtteil präsentiert sich als lebendige Idylle

MITTERSHAUSEN-SCHEUERBERG Der Doppelstadtteil präsentiert sich als lebendige Idylle

MITTERSHAUSEN-SCHEUERBERG - Drei, und vor Kurzem noch vier Gaststätten für 450 Einwohner: Dass im Heppenheimer Doppelstadtteil Mittershausen-Scheuerberg ein gastronomischer Betrieb auf 150 (und bis zur Schließung der „Linde“ im vergangenen Frühjahr auf 112,5) Einwohner kommt, hat nichts mit Trinkgewohnheiten der Einheimischen zu tun. Sondern mit der idyllischen Lage der beiden Dörfer, die seit vielen Jahren Ausflügler aus der ganzen Region anlocken, die vor allem an den Wochenenden einige Stunden in uriger Atmosphäre und bei Odenwälder Leckereien verbringen wollen.

Das Pfalzbachtal ist beliebt, und das natürlich bei den Bewohnern selbst. 300 hiervon wohnen im größeren Mittershausen, etwa 150 im kleineren Scheuerberg. Ausgesprochen dörflich kommen beide Heppenheimer Stadtteile daher, auch wenn es inzwischen keine Vollerwerbslandwirte mehr gibt. Landwirtschaft ist aber trotzdem ein Thema, einige betreiben sie im Nebenerwerb und verkaufen auch die eigenen Erzeugnisse auf dem Hof. Und es gibt von ursprünglich drei Mühlen noch eine im Stadtteil, nicht mehr im Betrieb, aber im Grunde voll funktionsfähig.

Auch das Vereinsleben ist intakt, wie Ortsvorsteherin Gabriele Pfeifer zu berichten weiß, in dieser Ansicht unterstützt von ihrem Stellvertreter Harald Steinert und Ortsbeiratsmitglied Oswald Katzenmeyer. Sportverein, Angelsportverein, Hanomag Club, Freiwillige Feuerwehr, Sängerquartett und Trachtengruppe sowie die Landfrauen – es gibt viele Möglichkeiten, sich im Doppelstadtteil einzubringen, darunter übrigens auch die, im Verschwisterungsverein Le Pont mitzumischen, der die Freundschaft von Kirschhausen, Sonderbach, Wald-Erlenbach und Mittershausen-Scheuerberg mit den französischen Gemeinden Birssarthe, Contigné und Miré pflegt.

An Festen mangelt es im Jahreslauf nicht

Und es gibt diverse Feste, die im Laufe des Jahres für Unterhaltung im Pfalzbachtal sorgen, beginnend mit dem traditionsreichen Maskenball, gefolgt vom Heimatabend, dem Ostermarkt, dem Maifest, dem Tag der offenen Tür der Feuerwehr, dem Hanomag-Treffen (allerdings nur in jedem zweiten Jahr), dem Anglerfest, der Kerwe, dem Nikolausmarkt und, zum krönenden Abschluss des Jahres, der Christbaumversteigerung am ersten Weihnachtsfeiertag.

Ein Nachteil des Wohnens in der Idylle ist die Versorgung: Was auch immer gebraucht wird und nicht selbst produziert werden kann, muss aus den Einkaufsorten Heppenheim oder Fürth herangeschafft werden. Sowohl die Kreisstadt als auch die Gemeinde Fürth sind allerdings nur zehn Minuten Autofahrt entfernt. Und im Dorf, in dem in vielen Fällen nach wie vor mehrere Generationen unter einem Dach wohnen, hilft man sich auch in diesem Fall gegenseitig.

Nicht besonders attraktiv ist auch der Öffentliche Personennahverkehr. Denn zwar gibt es tagsüber einen Bus, der im Halbstundentakt auf der Strecke Fürth-Heppenheim verkehrt, aber um zur Bushaltestelle zu kommen, sind vor allem die Scheuerberger lange unterwegs. Darüber hinaus gibt es die Schulbusse, die mitgenutzt werden können, aber nur morgens und am Mittag im Doppelstadtteil auftauchen, und es gibt das Ruftaxi, das nach Bedarf angefordert werden kann.

Als ausgesprochen positiv und als „Aufbruch in die Neuzeit“ wird im Doppelstadtteil der Anschluss ans schnelle Internet gesehen. Das, sind sich die Ortsbeiratsmitglieder einig, trägt erheblich dazu bei, Wohnen in Mittershausen-Scheuerberg attraktiv zu machen und vor allem, die Jugend im Dorf zu halten.

Neue Baugebiete wenig sinnvoll

Potentielle Mieter, die in der Vergangenheit den Wechsel ins Dorf von einem Internetzugang abhängig gemacht hätten und abwinkten, hätten heute keinen Grund mehr, auf die Ruhe und gute Luft im Doppelstadtteil zu verzichten.

Wenig Sinn sieht man dagegen in der Ausweisung neuer Baugebiete, über die in der Vergangenheit so wie in anderen Stadtteilen diskutiert wurde: Die würden eher dafür sorgen, dass wohlhabende Auswärtige ins Dorf zögen als dass Einheimische zum Zug kämen. Und gebaut werde auch so, nur eben in bestehenden Baulücken: Drei, vier Häuser seien allein in den letzten zwei, drei Jahren entstanden.

Quelle: http://www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/heppenheim/aus-zwei-mach-eins_17158682.htm#1

25.08.2016, 10:05 von Klaus | 19701 Aufrufe

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