Donnerstag, 21. September 2017, 07:10
Willkommen, Gast!   de
 

Wer ist online?

Klappen
  • Gäste: 20

Geburtstag

Heute hat niemand Geburtstag.

Humorvolle Lieder und Mundart-Theater

Humorvolle Lieder und Mundart-Theater

HEIMATABEND Trachtengruppe Mittershausen/Scheuerberg stellt abwechslungsreiches Programm auf die Beine

MITTERSHAUSEN - Auch wenn das Gasthaus „Zur Linde“ in Mittershausen seit Februar seine Pforten geschlossen hat, der große Saal im ersten Stock steht weiterhin für Veranstaltungen zur Verfügung. So wie für den Heimatabend der Trachtengruppe Mittershausen/Scheuerberg, der mit Tanz, Gesang und Theater prächtige Unterhaltung bot.

Den Anfang beim Heimatabend machte die Kindertanzgruppe der Trachtengruppe: Vom süßen Dreikäsehoch bis zu denen, die seit Jahren zum Stamm der Gruppe zählen, verzauberten die Akteure das Publikum mit ihren Volkstänzen. Selbst die Allerkleinsten machten schon eifrig mit, auch wenn sie das eine oder andere Mal mit sanfter Gewalt in die richtige Richtung geschubst werden mussten. Da war das wohlwollende Gelächter im Saal groß.

Nach den Tänzen folgten einige vielbeklatschte Gesangsdarbietungen. Die Mitglieder besangen den „scheene Ourewald“ und ihr Mittershausen. Allerliebst, wie selbst die Kleinsten – mit Ach und Krach im Kindergarten-Alter – ganz ernsthaft auf die Textblätter schauten.

Viel Applaus für die Gesangsensembles

Frauenchor und Sängerquartett wechselten sich ab mit ihren Auftritten an den drei Abenden und freuten sich über herzlichen Applaus für ihre unterhaltsamen Darbietungen, etwa für das „Kumbaya my Lord“ der Damen samt Solo-Einlage. Ernst Schmitt führte gekonnt durch den unterhaltsamen Abend, moderierte die einzelnen Darbietungen an und amüsierte mit dem ein oder anderen Mundartschmankerl, wie dem Gedicht von der „Silberhochzisch“.

Ein humoristisches Ausrufezeichen setzten einmal mehr die „Alweschbescher Knäschd“. Das Gesangsquintett bot humorvolle Beiträge, sei es mit Bauernregeln wie: „Ist’s dem Bauern im Juli kalt, friert er halt“ bis hin zu Texten in „Ourewäller“ Mundart, die viel Gelächter ernteten. So ertönte zur Melodie von „Freude schöner Götterfunken“ auf einmal „Jetzt bin ich ins Puhlloch gfalle“. Und: „Isch hab gstunke wie en Gaaßbock.“

Ein großer Lacherfolg auch die Odenwälder Version von „Jingle Bells“: „Schinke noi, Schinke noi, Schinke in die Pann´ und dann schlagn mer Eier noi...“ Weiter ging´s mit dem traurig-komischen Song über Kuh Bless, die zum Schlachter muss, dem allerersten Ausflug eines Knechtes in die Stadt und dem Super-Hit von der Kuh Marie, die immer dann kalbt, wenns nicht passt, aber wenn sie mal sollte, nicht.

Am Ende fiel das Publikum noch einmal lautstark in den Abgesang über die „alte Sau“ mit ein: „Gestern noch, da tat sie stinken, heut gibt´s Kotelett, Worscht un Schinke.“ Nach der Pause waren die Schauspieler an der Reihe. „Kunigunde darf nicht sterben“ lautete der Titel des Dreiakters aus der Feder von Herbert Hollitzer, natürlich in Mundart. Erzählt wurde die Geschichte des Ehepaars Kellermann, das aus der Stadt aufs Land ziehen will. Besser gesagt: Hans Dietrich möchte das, Etepetete-Gattin Eleonor-Marie sträubt sich.

Das ungleiche Ehepaar wurde köstlich dargestellt von Sonja Strohschneider und Markus Kaffenberger. Es blieb kein Augen trocken, sobald sie ihre Meinung von sich gab. Immer wieder gab es Szenenapplaus, für die möchtegern-vornehmen Flötentöne der Großsstädterin.

Kein Blatt vor den Mund nahm Magd Kathi Reißzahn alias Daniela Pfeifer. Die hat auf dem Hof ein lebenslanges Wohnrecht und wehrt sich mit aller Macht gegen die Eindringlinge, die das Haus von Grund auf modernisieren wollen. Rechtsanwältin Frau von Stetten (Eva Bitsch) steht den Kellermanns zur Seite. Doch die drei rechnen nicht mit der Vehemenz, mit der sich Kathi gemeinsam mit ihrer Nichte Steffi (Katharina Pfeifer) und Freundin Brunhilde (Lena Katzenmeyer) wehrt. Vierte im Bunde ist Sau Kunigunde.

Ein Witz jagte den anderen, Missverständnisse sorgten für Erheiterung. Herrlich die Szene, als Eleonore-Maries Abführmittel wirkt, sie sich quält und windet, bis sich der Gatte endlich anschickt, nach den Örtlichkeiten zu fragen – und diese sich als Plumpsklo herausstellen. So geht es hin und her, immer lustig, in rasantem Tempo. Ein amüsanter Höhepunkt jagte den anderen, Szenenapplaus belohnte die Darsteller, die mit Herz und Seele in ihre Rolle schlüpften.

19.04.2016, 13:13 von Klaus | 19472 Aufrufe

Kommentare

Kommentare werden geladen ...

Suche

Neuste Bilder

07.12.2015, 17:48
07.12.2015, 17:48

Facebook